Stress bei Frauen in Führungspositionen: Die 3 größten Denkfallen – und wie du sie vermeidest

Stress bei Frauen in Führungspositionen entsteht oft durch Denkfallen wie Perfektionismus oder Kontrolle. Erfahre, wie du sie erkennst und vermeidest

 Führung unter Druck: Warum Stress nicht einfach „dazugehört“

 

„Das ist normal, das gehört dazu.“ So reden viele Frauen in Führungspositionen über ihren Stress. Aber Hand aufs Herz: Normal ist daran gar nichts. Dauerstress ist kein Zeichen von Professionalität – er ist ein Warnsignal.

 

Gerade Frauen in Verantwortung sind doppelt gefordert: Sie liefern fachlich, halten die Stimmung im Team und jonglieren gleichzeitig private Verpflichtungen. Kein Wunder, dass viele irgendwann nur noch funktionieren.

 

Doch oft ist es nicht die Arbeit an sich, die überfordert – sondern mentale Muster, die den Stress verstärken.

 

Denkfalle 1: Perfektionismus


„Wenn ich es nicht perfekt mache, fällt es auf mich zurück.“ Perfektionismus ist eine der häufigsten Stressfallen für Frauen in Führung. Statt 80 % abzugeben, arbeiten sie an den letzten 20 %, die kaum noch Mehrwert bringen – außer Überstunden und Erschöpfung. 
Tipp: Frag dich in stressigen Momenten: „Reicht es für den Zweck?“ Oft ist „gut genug“ genau richtig.


Denkfalle 2: Kontrolle


„Am Ende muss ich es doch selbst machen.“ Viele Frauen glauben, Kontrolle sei der einzige Weg, zuverlässig Ergebnisse zu sichern. Die Folge: Mikromanagement, kein Loslassen, ständiger Druck.
Tipp: Wähle eine Aufgabe, die du bewusst abgibst – und halte es aus, dass sie anders gelöst wird als von dir. Vertrauen ist Führungsarbeit.

Denkfalle 3: Dauerverfügbarkeit


„Wenn mein Team mich braucht, muss ich da sein.“ Frauen in Führungspositionen fühlen sich oft verpflichtet, immer erreichbar zu sein – für Team, Vorgesetzte und Familie. Ergebnis: kein Abschalten, kein echter Feierabend, chronische Erschöpfung. 
Tipp: Lege klare Zeiten fest, in denen du nicht erreichbar bist – und kommuniziere sie. So schützt du dich und gibst deinem Team ein Vorbild für gesunde Grenzen.

Stress vermeiden heißt: Denkmuster ändern

 

Stress ist nicht immer eine Frage der Aufgabenmenge – oft ist er das Ergebnis innerer Antreiber.


Frauen in Führung werden nicht stärker, indem sie mehr leisten. Sie werden stärker, wenn sie lernen, ihre Muster zu hinterfragen: Perfektionismus, Kontrolle, Dauerverfügbarkeit.

 

Selbstfürsorge ist dabei kein Luxus, sondern Führungsqualität. Wer klar bei sich ist, kann auch klar führen. Deine authentische Führung zu leben.

Fazit

Stress in der Führung verschwindet nicht von allein. Doch wenn du deine Denkfallen erkennst und veränderst, öffnest du dir den Weg zu Klarheit und Gelassenheit – ohne dich ständig selbst zu erschöpfen.

 

Denn Führung beginnt nicht damit, alles im Griff zu haben. Führung beginnt damit, dich selbst ernst zu nehmen.


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